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Geschichte Grünau (2)

Banhnanbindung

 

Nach der Errichtung eines Haltepunktes an der 1866 eröffneten Berlin-Görlitzer Eisenbahn und einer Anlegestelle der Berliner Dampfschifffahrts-Aktiengesellschaft im gleichen Jahr entwickelte sich Grünau zum bevorzugten Ausflugsort, dessen Attraktivität durch die seit Juni 1868 regelmäßig ausgetragenen Ruderregatten noch erhöht wurde. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte die "Berliner Dampfschiffahrts-Aktiengesellschaft" den Ort und brachte während der Sommermonate tausende Erholungssuchende in den reizvoll gelegenen Ort. Nach 1875 kamen Vertreter des finanzkräftigen Bürgertums in die Region, erste Fabrikgebäude, aber auch Mietblocks, Villen, Gaststätten und Landhäuser entstanden.

1870 - 1876

 

Nachdem nun 61 Familien Grünau mit insgesamt 288 Einwohner bevölkerten, wurde nun auch endlich ein Schulhaus gebaut. Die gut fünf Jahre zuvor befestigten Straßen erhielten einen Schlackebewurf und Grünau bekamm eine eigene Poststation.

 

1880 - Die Regattastrecke

 

Die Regattastrecke in Grünau bietet neun Bahnen für den Kanusport und sechs Bahnen für Ruderwettbewerbe. Sie  ist 2000 Meter lang.Am 27. Juni 1880 fand die erste offizielle Ruderregatta auf der Strecke statt . Somit ist  sie die älteste Sportstätte Berlins, die immer noch genutzt wird

1936 war die Regattastrecke in Berlin-Grünau Austragungsort der Ruder- und Kanuwettbewerbe der Olympischen Spiele in Berlin. 

Und auch heute noch werden dort Ruderregatten und Wettkämpfe im Kanurennsport ausgetragen. Ebenso wie Veranstaltungen mit Drachenbooten und im Kanupolo. Ein  Highlight  sind auch die hier veranstalteten Motorbootrennen. Außerdem wurden im August 2014  hier im Rahmen der 32. Schwimmeuropameisterschaften die Wettkämpfe im Freiwasserschwimmen ausgetragen.

Eigentümer der Regattastrecke ist der Bezirk Treptow-Köpenick.

 

Das Sportdenkmal

 

Am 12. Juni 1898 wurde das Denkmal für den deutschen Wassersport eingeweiht.
Der Bildhauer Bodo Ebhardt entwarf ein Denkmal, auf dem sich über einem pyramidenförmig geschichteten Postament ein Sandsteintempelchen bis in eine Höhe von cirka fünf Metern erhob. Alle deutschen Sportvereine wurden aufgerufen, Natursteine aus ihrem Heimatort, versehen mit den Inschriften des Vereinsnamens und des Ortes zu spenden. Mehr als 300 Vereine folgten dem Aufruf. Zur Dahme hin war das Sportdenkmal als Kaiser-Wilhelm-Denkmal gestaltet. Es trug eine Widmungstafel mit der Inschrift:

WILHELM DEM GROSSEN
DER DEUTSCHE SPORT


Den Zweiten Weltkrieg überstand das Denkmal, in den 1950er Jahren wurde jedoch die obere Zeile der Inschrift herausgemeisselt. Im Frühjahr 1973 wurde das Denkmal jedoch im Auftrag der Organisatoren der Weltfestspiele der DDR abgerissen. Wahrscheinlich passten Städtenamen aus Gesamtdeutschland und von Orten die heute in Polen liegen nicht zum Selbstbewusstsein der DDR.  Sieben Findlinge wurden nach der Wende wiedergefunden. 1991 wurden vier bei einer Tauchaktion nahe des ehemaligen Standortes geborgen werden. Drei Findlinge befinden sich im Wassersportmuseum Grünau.

Seit  1990 gibt es Bestrebungen ein neues Denkmal zu errichten, dass - damals wie heute - den Gedanken der Verbundenheit und des Zusammenwachsens der Menschen durch den Sport zum Ausdruck bringen soll.

www.denkzeichen-wassersport.de


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